Ein räumlich eng begrenzter Starkregen im Bereich Eisenberg-Steinborn – Kisselhof – Stauf Anfang Juni 2023 führte zu einem massiven Eintrag von Erde insbes. in einen der beiden Teiche in dem vereinseigenen Grundstück in der Lage „Im Prügel“ unterhalb (südlich) von Stauf und westlich von Steinborn. Die Qualität des Aquabiotops wurde dadurch stark beschädigt. Das gesamte Grundstück, bei dem es sich um ein früheres Tonabbaugebiet handelt, hat eine Fläche von ca. 6 ha und enthält zwei Teiche, die untereinander liegen (s. Bild 1 unten). Aufgrund der überdurchschnittlichen Niederschläge zu Anfang des Jahres sind derzeit (Mitte Juni 2023) beide Teiche reichlich mit Wasser gefüllt. Sie stellen ein wertvolles Biotopgewässer und Feuchtgebiet dar, wie u.a. beim Tag der Artenvielfalt 2022 festgestellt werden konnte.

Das angeschwemmte Erdreich stammt von einem westlich, zum grössten Teil höher liegenden Acker. Er ist mit Zuckerrüben bepflanzt, die beim derzeitigen Vegetationsstand nur ca. 1/4 der Oberfläche bedecken. Der Großteil der Oberfläche ist ohne Bewuchs und kann dem Regenwasser kaum Widerstand entgegensetzen. Außerdem sind die Reihen in Richtung der Hangneigung orientiert, was den raschen Abfluss des Oberflächenwassers begünstigt. Eine evtl. Untersaat, die den Abfluss verringern und hemmen könnte, war nicht vorhanden.

Die nachfolgenden Fotos (Aufnahme am 10. Juni) geben einen Eindruck von den massiven Verschlämmungen einschl. dem Eintrag in den Teich. Zwischen Acker und Grundstück befindet sich ein ca. 3 m breiter, mit Gras bewachsener Feldweg. Er konnte den Wasser- und Erdmassen kaum Widerstand leisten.

Die Menge des angeschwemmten Erdreichs ist so groß, dass sie einen erheblichen Teil des oberen Teichs ausgefüllt hat. Auch im unteren Teich sind Einträge von Erde festzustellen, erkennbar an einigen Durchbrüchen und der deutlichen Verfärbung des Wassers aufgrund der rötlichen Erde. Die Qualität des Aquabiotops wurde durch den damit einhergehenden Eintrag von Dünge- und Pflanzenschutzmitteln erheblich verschlechtert. Nicht zuletzt wurde auch die Bodenqualität des Ackers vermindert und der Bewuchs auf einer Fläche von mehreren hundert Quadratmetern zerstört.

Der Vereinsvorsitzende Herr Schmitt wird Kontakt mit der Naturschutzbehörde aufnehmen und klären, wie der Schaden – soweit wie möglich -reduziert wird und ein erneuter Eintrag bei Starkregen verhindert werden kann. Die nachfolgenden Fotos illustrieren die Situation. Beim Anklicken wird ein Bild vergrössert dargestellt und am unteren Rand erscheint eine kurze Beschreibung.

Starkregen schwemmt große Mengen Erde in Teich bei Stauf

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