Beschreibung des POLLICHIA-Grundstücks in der Gemarkung Stauf

Seit die Gerbung von Leder in Mitteleuropa mit chemischen Zusätzen erfolgt, braucht man sie bei uns keine Schälwälder mehr und hat diese Eichen-Niederwaldflächen anderen Nutzungen zugeführt. Die POLLICHIA konnte im Jahr 1990 ein rd. 0,99 ha großes Grundstück eines Restschälwaldes erwerben. Hintergrund ist der Gedanke, die Fläche zu erhalten, um zu dokumentieren, wie in der Vergangenheit Waldflächen auch genutzt wurden.

Das Grundstück ist hauptsächlich mit Eichen und Hainbuchen bewachsen, die Ränder sind mit Saumhecken verschiedener Art bewachsen und bleibt eigentlich sich selbst überlassen.

Das führt dazu, dass zahlreiche Singvögel den Aufwuchs bevölkern. Im Frühjahr, noch ehe die Bodenflächen durch das Laub der Bäume verschatten, bilden zahlreiche Blütenpflanzen einen bunten Teppich: Das Buschwindröschen (Anemone nemorosa) ebenso wie das gelbe Scharbockskraut (Ranunculus ficaria) und der selten vorkommende und geschützte Zweiblättrige Blaustern (Scilla bifolia).

Text und Bilder Udo Weller

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