Das Flurstück 266/1 ist ein gemäß § 30 BNatSchG geschütztes Biotop (BT-6312-0755-2010, Teich am Teufelsberg, südwestlich Ransweiler, Löschpfuhl). Es hat eine Flächenausdehnung von 0,295 ha und besitzt seit 1985 den Status „Geschützter Landschaftsbestandteil“. Schutzzweck ist die Erhaltung des Feuchtgebiets mit der daran gebundenen Flora und Fauna. Im Jahre 1998 wurde der „Geschützte Landschaftsbestandteil“ um das Flurstück 266/2 und das Flurstück 265 erweitert. Das Schutzgebiet umfasst seither eine Fläche von 1,223 ha.

Geologisch handelt es sich um eine wassergefüllte Senke, die am wahrscheinlichsten durch Abbautätigkeit von Lehm entstanden ist. Solche kleinen, überwiegend temporär wassergefüllte, abflusslose Hohlformen bezeichnet man als Mardellen. Mardellen sind meist kreis- oder ellipsenförmig und im Offenland häufig von Sträuchern und Bäumen umgeben. Diese Senken, in denen sich meist Regenwasser ansammelt, weisen eine ausgeprägte Artenvielfalt auf. Im Gegensatz zu Waldmardellen sind Feldmardellen nur noch selten anzutreffen, da sie meist durch menschliche Nutzung zugeschüttet wurden. Feldmardellen gelten daher als schützenswerte Kleinbiotope.

Nach Auskunft von Einwohnern aus Ransweiler gab es früher dort oben derart viele Frösche, dass man diese im Dorf nachts rufen hörte. Auch sei alles viel kahler gewesen und nur eine Esche sei dort gestanden. Wasser war damals reichlich vorhanden und das Gewässer war erheblich tiefer. Aufgrund von Sediment-Einschwemmungen und Laubeintrag, sowie durch starkem Baumbewuchs befindet sich heute das Gewässer in einem fortgeschrittenen Verlandungszustand.

Aufgrund der Verlandung und zunehmenden Verbuschung war in den letzten Jahren der „Löschpfuhl“ nur mit wenig Wasser gefüllt (Abb. 1) und trocknete in den vergangenen Sommermonaten aus (Abb. 2). Die längeren Trockenperioden fördern den Verlust des Feuchtcharakters der Mardelle.

Abb. 1: Löschpfuhl, Wasserstand im Januar 2021 (Foto: M. Leible)

Abb. 2: Löschpfuhl, Ausgetrocknet im September 2020 (Foto: U. Weller)

Das Gewässer ist zur Fortpflanzung von Amphibien kaum noch geeignet, da es zu früh trockenfällt. Der Erhalt der schutzwürdigen Uferkrautschicht und der Wasserpflanzen dürfte bei weiterer Verlandung ebenfalls stark gefährdet sein. Auffällig ist die Überhandnahme der Baumgehölze. Dadurch kommt es zu einem gesteigerten Wasserentzug und verstärkten Laubeintrag in das Gewässerbett.

Im nördlichen Bereich des Grundstücks grenzt eine mit Seggen und Schilf bewachsene Feuchtfläche an. Auch kommt es durch abgestorbenes Pflanzenmaterial und zu Sedimenteintrag, sowie Aufwuchs von Kleingehölzen zu einer Verlandung, wenn nicht mit Pflegemaßnahmen der Erhalt des Feuchtbiotops gewährleistet wird.

Zum Erhalt des geschützten Biotops sind umfangreiche und regelmäßige Pflegemaßnahmen erforderlich. So müssen die Wiesenflächen durch regelmäßige Mahd und Entfernung des Mahdguts gepflegt und der Bewuchs mit Gehölzen eingedämmt werden. Zusätzliche Maßnahmen zum Erhalt des Gewässers sind der Aushub von Verlandungsmaterial.

Beitrag zur Verfügung gestellt von Dr. Michael Leible

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