Ein Artenporträt

Das Wintergoldhähnchen ist der kleinste Vogel Europas. Der Winzling bringt mit seinen rd. 8 cm mal ganze 7 g auf die Waage. Zu erkennen ist der unstete Geselle an seinem auffälligen gelben, von schwarzen Federchen begrenzten Scheitelstreifen. Im Gegensatz zu seiner Schwesterart, dem Sommergoldhähnchen, das ein Zugvogel ist, hat das Wintergoldhähnchen keinen Augenstreif und ist ganzjährig zu beobachten.

Eigentlich ist der kleine Vogel eher in dichten Nadelwäldern zuhause. In den Wintermonaten kommt er aber auch gelegentlich in Parks und Gärten mit Nadelgehölzen, meist im Gefolge von Meisen.

Sein Ruf ist so hoch frequentiert, dass er für das menschliche Ohr kaum wahrnehmbar ist.

Seine zwei Bruten im Jahr beginnt er bereits im März mit großen Gelegen, sein Nest ist hängend eingewoben in Zweige von Nadelbäumen. Unentwegt ist er tagsüber auf Futtersuche und dabei ständig in Bewegung. Die Fotos zeigen ein Wintergoldhähnchen, das nach dem Anprall an eine Fensterscheibe einige Zeit benommen war, jedoch keine sichtbaren Verletzungen hatte und nach etwa einer halben Stunde die schützende Hand im Flug verlassen konnte.    

Text und Fotos: Udo Weller

Das Wintergoldhähnchen (Regulus regulus)

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