Jetzt, im Winterhalbjahr, kommen sie wieder, meist im Verbund mit den Buchfinken, und man sieht sie an und unterhalb der Futterstellen beim Einsammeln von Sonnenblumenkernen, die Bergfinken, auch Nordfinken genannt. Der etwa sperlingsgroße Vogel fliegt aus den skandinavischen und russischen Birkenwäldern nach Mitteleuropa ein, um hier zu überwintern, ehe er dann im Spätwinter oder Vorfrühling Mitteleuropa wieder verlässt, um in seine angestammten Brutgebiete zurückzukehren. In Mitteleuropa werden Bruten eher selten beobachtet.

Bis zum Verbot der Jagd auf Singvögel, hat man mit Blasrohren und Tonkugeln vor allem in der südlichen Pfalz den Vögeln, die dort auch „Böhämmer“ genannt werden, nachgestellt und sie nachts von ihren Schlafbäumen geschossen. Nicht selten treten sie bei ihren Zügen in die Überwinterungsgebiete in riesigen Schwärmen auf. In der Steiermark hat man schon rd. 4 Millionen Tiere gezählt.

Text und Bild: Udo Weller

Ein echter Massenzieher: Der Bergfink (Fringilla montfrigilla)

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