Zahlreiche ehrenamtliche Mitbürger sind derzeit in ganz Rheinland-Pfalz im Einsatz, um Amphibien vor dem Straßentod zu retten und 6-stellige Finanzmittel werden für Amphibienleiteinrichtungen an Straßen ausgegeben, um die Tiere sicher zu ihren Laichgewässern zu führen.

Paradoxerweise  wurde das Wasser in den Laichgewässern im Schlossgarten von Kirchheimbolanden abgelassen. Auch wenn der große Teich seit 2018 ohne Wasser war, gab es in den unteren Gewässern ausreichend Wasser für die Fortpflanzung.

 Zusätzlich werden die Amphibien vor der Einwanderung in ihre Laichgewässer mit Zäunen abgehalten. Dies führte dazu, dass Erdkröten und Grasfrösche ziellos umherwanderten, teilweise in Schächte gerieten, sowie auf dem Grund der trockenen Gewässer ihren Laich ablegten. Auch streng geschützte Arten wie der Kammmolch und die Geburtshelferkröte sind betroffen. All dies geschieht mit der Bewilligung der Naturschutzbehörden, damit eine Sanierungsmaßnahme entgegen der üblichen Praxis in der Fortpflanzungszeit durchgeführt werden kann.

Die Naturschutzverbände NABU RLP und GNOR e.V., sowie der Arbeitskreis Amphibien und Reptilien der POLLICHIA e.V. haben zwischenzeitlich ihre Einwände bei den Behörden vorgebracht. Insbesondere die Durchführung zur Laichzeit und die Verbringung der Tiere in eventuell nicht geeignete Gewässer wurden beanstandet.

Es wäre ein Einfaches gewesen, die Maßnahmen aus Naturschutzgründen wie allgemein üblich im Herbst durchzuführen , oder zumindest die Sanierung zunächst auf den großen Teich zu beschränken und mit den unteren Gewässern bis zum Herbst zu warten !

Text und Bilder: Dr. Michael Leible

Akute Gefährdung von Amphibien im Schlossgarten von Kirchheimbolanden

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