Überlegungen zu diesem Thema hat unser langjähriges Mitglied Reinolde Kurtz anlässlich der von der „Rheinpfalz“ mehrmals besprochenen Umweltkrise durch die Trockenheit und zum Artikel „Es ist ein Teufelskreis“ – Klimawandel „Hotspot Donnersbergmassiv“ von Claudia Bardon und Revierförster Martin Teuber im „Wochenblatt Donnersbergkreis“ Nr. 44 vom 29.10.2020 in einem Leserbrief an diese Zeitung zusammengefasst. Er wurde von der „Rheinpfalz“, Donnersberger Rundschau, am 19.11.2020 veröffentlicht.

Mit Erlaubnis von Frau Kurz veröffentlichen wir ihn auf unserer Pollichia-Seite:

Zur Lage der Umwelt ein durchaus aktuelles Zitat aus dem Vortrag von Dr. Schwabe, gehalten 1972 (!) bei der Gesellschaft für Anthropoökologie an der Uni Gießen: „Welche Ausdehnung müssen unsere Wüsten, Müllhalden, Gewässerverseuchungen, Großraumvergiftungen, Zivilisationsseuchen und andere Rekordleistungen eigentlich noch erreichen, bevor sich eine Ökologie zu Wort meldet, die man nicht länger mit Umweltkongressen abspeisen kann? … An uns ist die Frage gestellt, ob wir dem Falschspiel „Herr der Schöpfung nach eigenem Belieben“ weiterhin bis zum absehbaren Ende zustimmen wollen oder es abzubrechen bereit sind. Die Alternative wäre Rückkehr zum Primat ökologischer Grundgegebenheiten (Kreisläufe!). Eine neue Ökologie, die letztlich ihr Ziel darin sieht, den „Alten“ Adam dem jeweiligen Stande materiellen Fortschritts anzupassen. Nur wenn das gerade Gegenteil – die volle Unterwerfung jeglichen Fortschritts unter die noch weiterhin unbekannte Natur des Menschen – angestrebt wird, erscheint eine Bewältigung der Ökokrise möglich! “Ebenso gilt das Zitat von Professor Portmann in der Schweizer Zeitschrift „Natur und Mensch“ 1974 (!), Seite 216: „Der Mensch ist so geschaffen, dass er abhängig ist vom Umgang mit dem Sternenhimmel, mit den Jahreszeiten in der Natur, mit allem, was lebt und ist, zum normalen Umschwung seines Lebens gehört. Wo diese Beziehung zum Beispiel nur schon zu Tag und Nacht, zu Sonne, Mond und Sternen für den heutigen Menschen belanglos geworden ist, da hat er gleichzeitig ein Stück seines Menschseins preisgegeben und den Zusammenhang seiner eigenen Person verloren.“

Das ökologische Prinzip der Kreisläufe wird für unser Leben auf der Erde durch keine Fortschritte der Wissenschaft zu umgehen sein.

Heraklit: „Hybris (Übermut, Hochmut, Frevel) muss ausgelöscht werden, mehr als Feuer!“

Reinolde Kurtz, Rockenhausen

Überlegungen zum Thema „Klimawandel“ von Reinolde Kurtz

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