Eine echte Sensation konnte ein Mitglied der POLLICHIA-Kreisgruppe Donnersberg am 26. Oktober im Bild festhalten:
Eine sandfarbene Gottesanbeterin an seinem Wohnzimmerfenster in Kirchheimbolanden. Mit einer Größe von ca. 7,5 – 8 cm dürfte es sich um ein weibliches Tier gehandelt haben.
Bereits zehn Tage vorher hat ein weiteres POLLICHIA-Mitglied, der auch Imker ist, ein Exemplar dieser Art an seinem Bienenhaus in Weitersweiler beobachten können.
Die eigentlich im Mittelmeerraum beheimatete Fangschrecke, die es seit einigen Jahren in der Süd- und Vorderpfalz gibt und im Raum Kaiserslautern seit 2015 gesichtet wird, breitet sich offensichtlich infolge des wärmer werdenden Klimas weiter in der Nordpfalz aus. Wir bitten uns alle Beobachtungen dieser Art zu melden.

Wichtig dabei ist zu wissen, dass die Tiere nun absterben. Ihre an Gras- und Pflanzenstängeln befestigten und in
eine Schaummasse eingebetteten Eierpakete werden den Winter überdauern, um im folgenden Frühsommer sich als Larven neu zu entwickeln. Die Gottesanbeterin ist eine streng geschützte Art, die dem Bundesartenschutzgesetz unterliegt und weder gefangen noch getötet werden darf.

Foto: Axel Cordier

Text: Udo Weller

Die Gottesanbeterin (Manthis religiosa)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Copy link
Powered by Social Snap