Der Weißklee-Gelbling oder die Goldene Acht (Colias hyale )

Der Tagfalter aus der Familie der Weißlinge war im Jahr 2017 der vom Umweltverband BUND gewählte Schmetterling des Jahres. Die breite Bevölkerung nennt ihn auch „Goldene 8“ oder „Posthörnchen“ oder aber auch den „Gemeinen Heufalter“. Er zählt zu den sog. Wanderfaltern und ist sowohl in seinem Aussehen als auch in seiner Häufigkeit sehr variabel. Es gibt Jahre, da bekommt man ihn kaum zu Gesicht während er in anderen Jahren wieder sehr häufig auftritt. Er bevorzugt offene Biotope, wie Viehweiden, Magerrasen und auch Brachland mit Beständen von verschiedenen Kleearten, Disteln und Flockenblumen als Nektarpflanzen. Seine Raupen leben überwiegend ebenfalls an Kleearten.

Weiblicher Falter an Blüten des Echten Eisenkrautes (Verbena officinalis)

Er bildet zwei Generationen im Jahr aus, wobei die Raupe überwintert. Die Flugzeiten sind von April bis Juni und von etwa Mitte Juli bis Ende Oktober. Die männlichen Falter sind auf der Flügeloberseite etwas intensiver gefärbt als die Weibchen, die oberseitig eher blassgelb bis fast weiß erscheinen. Besonders gut kann man die beiden Geschlechter bei der Balz unterscheiden. Was jedoch ohne Spezialuntersuchung nicht möglich ist, ist die Unterscheidung der Art mit ihrer „zweieiigen“ Zwillingsschwester, dem Hufeisenklee-Gelbling (Colias alfacariensis), der der nicht nur in seiner farblichen Erscheinung gleich aussieht, sondern auch in Bezug auf Raupen-, Puppen- und Flugzeit in den gleichen Zeiträumen auftritt und die fast gleichen Biotopansprüche hat. Lediglich die Raupen unterscheiden sich ab dem 2. Larvalstadium in ihrer Färbung und lassen somit eine eindeutige Unterscheidung zu.

Text und Foto Udo Weller

Schmetterling des Monats September 2020

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